Bergtouren mit unseren Freunden aus Tábor

Verwall - Silvretta - Rätikon

In diesem Jahr freuten wir uns wieder auf den Besuch unserer Bergfreunde aus Tábor. Am Sonntag, 29. August, warten bereits 12 Teilnehmer am Gasthaus Moserkreuz an der Arlbergpassstrasse auf uns. Bei der gemeinsamen Wanderung durch das Verwalltal beeindruckt bald die Pyramide des Patteriol unsere Gäste, und in der Konstanzer Hütte, in der wir vom Hüttenwirtsehepaar Heidi und Martin Tschol gut gepflegt werden, einen gemütlichen Hüttenabend und eine angenehme Nacht verbringen, fühlten sie sich wohl.

Am Montagmorgen bin ich mit einer kleinen Gruppe unterwegs zum Kuchenjoch, um den 2978 m hohen Scheibler zu besteigen. Während wir beim Austieg die umliegenden Berge in der Sonne bewundern und Steinböcke in der Sonne beobachten könnten, bleibt uns die Aussicht am Gipfel durch aufziehende Wolken versagt. Beim Abstieg sehen wir tief unten im Fasultal unsere Freunde, die mit Erika, Irene und Rudolf eine Talwanderung unternahmen und nun ebenfalls zur Hütte zurückstreben. Nach einem Imbiss folgten der Rückweg zu den Autos, die Fahrt ins Montafon und der Aufstieg zur Gauenhütte, wo uns Brigitte und Paul Seeberger erwarten.

Für den nächsten Tag bieten Paul und ich Wanderungen über den Golmer Höhenweg und zur Geisspitze an. Bei prächtigem Wetter können unsere Freunde aus Tábor die Aussicht ins Rells- und Gauertal sowie auf die mächtigen Grenzberge des Rätikons genießen.

Am Mittwoch startet die Gruppe zu einer Hochtour in die Silvretta. Vom Stausee folgt sie dem durch das Klostertal führenden Pfad, der zunächst zur Klostertaler Hütte, später über steile Moränenrücken zum Klostertaler Gletscher führt. Das Gehen mit Steigeisen ist für viele der Gäste etwas Neues, doch sehr geschickt stapfen sie über die weite, sonnenbeschienene Gletscherfläche ihrem Ziel, der 3228 m hohen Schneeglocke, entgegen, die wir durch einen steilen Schutthang und den nördlich aufsteigenden Rücken erreichen. Zwischen Wolkentreiben und Sonnenschein sehen wir vom Gipfelkreuz tief unten das Ochental und die Wiesbadener Hütte. Als wir gegen Abend zum Silvrettasee zurückkehren, drohen dunkle Wolken mit Regen.

Paul führt unsere Gäste am Donnerstag durch das Gauertal zur Lindauer Hütte, dann zunächst durch Legföhren, später über Geröllflanken zum 2342 m hohen Drusentor, wo sie zwischen den Felsburgen von Sulzfluh und Drusentürmen die Grenze zur Schweiz erreichen und die Sicht nach Süden frei wird. Evžen kehrt als erster zur Gauenhütte zurück, eine Stunde später auch die Gruppe.

Am Freitag folgt die Fahrt nach Konstanz. Hier finden unsere Freunde herzliche Aufnahme bei Bergkameraden. Es stehen die Besichtigung von Konstanz, eine Fahrt zur Insel Reichenau mit Picknick auf der Hochwart sowie das von Dieter Kleiner arrangierte Abschlusstreffen im Judo-Zentrum im Programm. Am Sonntagmorgen nehmen wir Abschied von den Gästen in der Hoffnung auf ein Wiedersehen in Tschechien im nächsten Jahr. Allen, die zum Gelingen dieses Treffens beitrugen, möchte ich hiermit nochmals herzlich danken, dabei denke ich besonders an unsere gastgebenden Mitglieder und an Brigitte und Paul Seeberger, die die Verpflegung der großen Gruppe wieder voll im Griff hatten. Danken möchte ich auch unseren tschechischen Freunden, die uns u.a. mit einem schönen Bild für die Gauenhütte überraschten und uns mit einem T-Shirt vom Touristenklub Tábor erfreuten

Raimund Steinhoff

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