Bergtourenwoche mit dem Touristenklub Tábor

vom 28. Juni bis 05. Juli 2009 im Bregenzer Wald

Seit nunmehr 15 Jahren besteht die Freundschaft zwischen unserer Sektion und dem tschechischen Touristenklub Tábor, welche in der Städtepartnerschaft ihren Ursprung hatte.

Mit ihrem Leiter Richard Èerný waren in diesem Jahr wieder 11 Táborer Freunde der Konstanzer Einladung gefolgt und nach Damüls gekommen, um den Bregenzer Wald kennen zu lernen und gemeinsam Berge zu besteigen.

Bei der 14-köpfigen Konstanzer Gruppe befand sich auch Ehrenpräsident Fritz Schafheutle, der von Anfang an dabei war und sich auf das erneute Treffen gefreut hatte. Als Tourenleiter standen neben Dieter Kleiner, der in diesem Jahr die Organisation übernahm, Gerhard Englisch, Paul Jürgen Laskowski und Raimund Steinhoff zur Verfügung.

Eingeleitet wurden die Bergtouren mit einer Rundwanderung vom Hohen Licht zum Hoch- und Ragazerblanken, zum Sünser-Kopf und zur Sünserspitze sowie zum Portler-Horn. Ziele der folgenden Tage waren Widderstein und Warther Horn, Damülser Mittagspitze und Eisenkopf, Hoher Freschen und Hohe Matona, Glatthorn und Kanisfluh. Alle Ziele konnten trotz labiler Wetterlage und der täglich einsetzenden Gewitter erreicht werden.

Nicht nur die Blütenpracht der Berge begeisterte die Gäste, auch die Aussicht auf die Erhebungen des Bregenzer Waldes und des Rätikons sowie in die tiefeingeschnittenen Täler und auf die verstreut liegenden Dörfer beeindruckten unsere Táborer Freunde. Am Warther Horn konnten sie Murmeltiere, am Widderstein und der Kanisfluh Steinböcke und in den Flanken des Glatthorns Gemsen beobachten. Pferde, Kühe und Ziegen bevölkerten die Almweiden. Almhöfe und Gaststätten luden zur Rast und einem Umtrunk ein.

Als die Tourenteilnehmer sicher im Haus Fuchsloch, ihrem Stützpunkt in Oberdamüls, beisammen saßen, wurden sie bei einem Unwetter Augenzeuge, wie gewaltige Wassermassen aus allen Hängen in Sturzbächen talwärts schössen, auch in das Haus eindrangen und im Hang unter dem Haus einen Erdrutsch verursachten. Über eine Stunde beschäftigte das Ausschöpfen des Wassers im Vorratsraum und Ziehen eines Ablaufgrabens die Bergsteiger.

Bei den gemeinsamen Hüttenabenden wurden anregende Gespräche geführt. Gemeinsame Spiele und das Singen tschechischer und deutscher Lieder trugen wesentlich zur Verständigung bei. In den vergangenen 15 Jahren war es möglich, Zurückhaltung in Freundschaft und Vertrauen zu verwandeln. Auch in diesem Jahr fanden neu Hinzugekommene schnell Kontakt zueinander.

Dass wir am Abend nach unseren Touren und zum Frühstück immer gut verpflegt wurden, verdanken wir vor allem unseren 4 Sektionsfrauen Edith Hanik, Brigitte Kleiner, Elfriede Müller und Erika Steinhoff, die nicht nur das Einkaufen der Essenvorräte übernahmen sondern sich auch als vorzügliche Köchinnen auszeichneten. Unsere tschechischen Freunde hatten dafür gesorgt, dass der Durst jeden Abend gelöscht werden konnte, denn sie waren mit einem Kofferraum voll tschechischen Bier angereist und brachten auch Brot und Kuchen aus ihrer Heimat mit.

Beim herzlichen Abschied nach 8 Tagen Gemeinschaft trennten sich die Bergfreunde mit dem Wunsche, auch im nächsten Jahr wieder eine gemeinsame Tourenwoche zu unternehmen. Geplant ist sie in der sächsisch/tschechischen Schweiz.

Unser aller Dank gilt auch dem Sektionsvorstand, der für dieses Freundschaftstreffen wieder einen finanziellen Zuschuss gewahrt hatte.

Raimund Steinhoff

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